Sich selbst begegenen

Pflanzen
begegnen

Pflanzenbegegnungen sind  wie eine Umarmung – sie öffnen unsere Sinne und berühren unsere Seele.

Wildpflanzen

sind pur, ungezähmt und voller Nährstoffe

Sie fragen nicht, wo sie wachsen dürfen und lassen sich meist auch nicht von uns Menschen verdrängen. Diese unbändige und oft übersehene Kraft schenken die Pflanze uns, wenn wir wirklich mit ihnen in Kontakt gehen.

Im Vordergrund steht das gemeinsame Erleben und die tiefe Begegnung mit der jeweiligen Wildpflanze. Wir besinnen uns im wahrsten Sinne des Wortes und lassen uns vom Wesen der jeweiligen Pflanze berühren.

Es ist eine Einladung, Begriffe wie „Unkräuter“ loszulassen und eine eigene Beziehung zur jeweiligen Pflanze aufzubauen. 

Wie bei zwischenmenschliche Beziehungen auch, sind unsere besten Begleiter dabei Zeit, Neugier, Präsenz und Dankbarkeit.

Begegnungen

Mit unseren Wurzeln

„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder.“
[Albert Einstein]

Wildpflanzen sind so viel mehr als nur einfache Gewächse, die am Wegesrand wachsen. Sie sind die Wurzeln unserer Existenz, die Erinnerungen an unsere Vorfahren und die Verbindung zu unserer Natur. Unsere Vorfahren kannten jede Wildpflanze und ihre Eigenschaften, sie wussten, welche Pflanzen heilend und welche giftig waren, welche uns Nahrung und welche uns Schutz bieten konnten. Die Wildpflanzen waren ein Teil ihres Lebens, ihrer Kultur und ihrer Identität.

 

Doch in unserer modernen Welt haben wir uns von diesen Wurzeln entfremdet. Wir haben vergessen, wie wichtig und wertvoll die Wildpflanzen sind, die uns umgeben. Wir haben vergessen, dass sie uns mit Nahrung, Medizin und Schönheit beschenken, dass sie das Ökosystem stärken und uns mit der Natur verbinden können.

Wenn wir uns der Natur hingeben, erleben wir nicht nur eine Begegnung mit Pflanzen, sondern auch eine Begegnung mit uns selbst – eine Reise zu unserem inneren Wesen und eine Verbindung zu unserem ursprünglichen Selbst.

FAQ

So wie wir uns auch selbst begegnen. Und was so einfach klingt, ist im Alltag meist doch etwas schwieriger. Wer von uns ist immer im Kontakt mit sich und seinen inneren Anteilen? Wie leicht wäre jegliche Verbindung, wenn wir keine Blockaden oder Erstarrungen mit uns herum tragen würden. Deswegen fangen wir vor der Begegnung mit einer Pflanze an, mit uns selbst in guten Kontakt zu kommen. Wie geht es mir? Wo im Körper sind diese Gefühle verankert?

Sind wir zu sehr im Kopf, kann dieses übermäßige Denken uns daran hindern in Verbindung zu gehen. Mit intuitivem Schütteln, Tönen und Tanzen erhöhen wir unsere Körperpräsenz und schwingen uns in eine achtsame Präsenz ein.

Und dann heißt es lauschen, beobachten, fühlen, tasten, riechen und empfangen. Mit allen Sinnen nehmen wir die Pflanze wahr und beobachten was dieser Kontakt mit uns macht. Verändern sich unsere Gefühle? Tauchen Bilder auf? Möchte dein Körper sich bewegen?

„Unkräuter haben – wenn man ihnen mit dem Herzen zuhört – viele Geschichten zu erzählen und Geheimnisse zu verraten.“ (Wolf-Dieter Storl)

Es ist im Prinzip wie eine neue Sprache lernen. Am Anfang versteht man vielleicht noch nicht so viel, doch je mehr man sich darauf einlässt und lernt, desto besser klappt die Kommunikation. Und das Gute ist, eigentlich ist es viel leichter mit Tiere und Pflanzen zu kommunizieren, denn sie sind unmittelbar – da liegen nicht so viele Ebenen darüber wie bei Menschen.

In einer „normalen“ Kräuterwanderung werden meist viele unterschiedliche Wildpflanzen vorgestellt und besprochen. Man bekommt einen guten Einblick, was man für die Nahrung oder Heilung (je nach Ausrichtung) nutzen kann. Dabei wird viel Wissen über den Kopf aufgenommen.

In den Pflanzenbegegnung geht es vor allem um Erfahrungswissen. Um ein Erforschen mit allen Sinnen (wobei sich der Geschmacksinn selbstverständlich nur auf die essbaren Wildpflanzen bezieht). Hier bekommt eine Pflanze die volle Aufmerksamkeit und es gibt Raum für eine intensive Begegnung sowie Austausch unter den Teilnehmer*innen.

Nein, es braucht lediglich die Neugier und Bereitschaft sich auf diese Art der Begegnung/Kommunikation einzulassen. 

Ja, neben dem persönlichen Erleben der Pflanzen, gibt es auch Einblick in die unterschiedlichen Anwendungsbereiche und Verwendung der Pflanze.

Volksmedizinische Verwendung
Hier werden unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt

Kulturelle Verwendung
Hier gibt es Einblicke über die Nutzung unserer Vorfahren und  unterschiedlicher Kulturen

Kulinarik
Der Genuss darf natürlich nicht fehlen und so gibt es bei essbaren Pflanzen auch immer kulinarische Inspiration

Spirituelle Verwendung
Hier wird vor allem auf die feinstoffliche Bedeutung eingegangen